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Die Polarlichter

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Natürlich war eines unserer Reiseziele, in Island die Polarlichter zu sehen. Die magnetischen Strahlen, welche die Sonne bei einer Eruption auswirft, besitzen einen grossen Energieinhalt. Bei einem solchen so genannten Sonnenwind können sie in der Nordpolregion (Aurora borealis) oder in der Nähe des Südpols (Aurora australis) ein buntes Licht erzeugen. Dies geschieht, wenn die Strahlen auf Sauerstoff- oder Stickstoffmoleküle treffen. Sie können nur in der Nähe der magnetischen Pole gesichtet werden, etwa in 3 bis 6 Breitengraden. Um die Polarlichter zu sehen, müssen mehrere Punkte erfüllt sein: Es muss sehr dunkel sein, was es im Winter (am Südpol im Sommer) auch ist. Der Himmel muss klar sein, was er jedoch oft nicht ist. Schliesslich muss die elektromagnetische Strahlung der Sonne beträchtlich sein. Dazu kann man kurz vor einer Nordlichterscheinung auf einer App eine Meldung erhalten. Trotzdem ist es eine Glücksache, wenn man sie sehen kann, meist grün (von Sauerstoff) oder blau ...

Auf der Halbinsel Reykjanes

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Nach der Abfahrt noch im Dunkeln (9:00 Uhr) besuchen wir einen Ort, wo die nordanerikanische Kontainantalplatte auf die eurasische Platte stösst. Hier hat sich der mittelatlantische Rücken aus dem Meer erhoben. Eine Brücke führt über einen Graben von Amerika nach Europa (nicht nur politisch). Ein asphaltierter und vereister Steg dorthin ist sehr glatt, sodass wir daneben laufen. Am nahen Meer zischt die Brandung und lädt zu einem Fotostopp.     Der unlängst bei Grindavik ausgebrochene Vulkan (eigentlicher ein Graben) hat seine Lava gegen die Ortschaft geschickt. Dieser Ort ist heute fast ausgestorben, da er sehr gefährdet ist. Die isländische Regierung hat die Gebäude zum heutigen Wert gekauft. Lediglich der wichtige Hafen ist noch in Betrieb. Wir machen dort im Restaurant unsere Mittagspause. Die Ortschaft un die Infrastruktur wurden durch einen hohen Erdwall vor möglichen weiteren Lavaeruptionen gesichert. In der Nähe besuchen wir die Blaue Lagune. Das sehr mineral...

Auf dem Golden Circle

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Die einzige Ringstrasse Islands führt bei vielen Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten vorbei. Man nennt sie deshalb den "Goldenen Kreis". Wir starten noch bei Nacht um 09:15 Uhr in Reykjavik. Nach etwa einer Stunde erreichen wir in Thingvellir das älteste Parlament der Welt, kein Gebäude sondern ein Plateau. Hier kamen die Vikinger (Normannen) nach der Staatsgründung im 9 Jahrhundert alle drei Jahre mehrere Tage lang zusammen und hielten eine Art Landsgemeinde ab. Hier driften auch die eurasische und die amerikanische Kontinentalplatte auseinander, was einen Y-förmigen Graben bildet. Durch diese Schlucht wandern wir vom Besucherzentrum aus nach unten. Vereiste Wasserläufe und mäandrierende Bäche graben sich durch den Torfboden. Der Tag macht sich langsam mit der Sonne bemerkbar. Die Fahrt geht weiter bis zum Gullfoss, einem eisigen Wasserfall. Er gilt als der schönste Islands. Die Schönheit hat allerdings seinen Preis. Der stürmische Wind bringt uns auf dem vereisten Boden...

Reykjavik, die nördlichste Hauptstadt der Welt

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Island ist flächenmässig rund drei mal grösser als die Schweiz. Doch das Land hat bloss etwa 400'000 Einwohner. Über die Hälfte von ihnen lebt in Reykjavik, einer neuen und jungen Stadt, welche zusammen mit den Vororten eine grössere Ausdehnung aufweist als Paris. Dabei war der Ort um 1940 lediglich eine "Ortschaft" mit weniger als 10'000 Einwohner. Vor 1918 gehörte die Insel zu Dänemark, danach wurde sie ein eigenständiger Staat. 1940 nahmen die Engländer Island für die Alliierten in Besitz, damit sie nicht den Deutschen in die Hände fiel. Dies war zugleich der Anfang von Wohlstand und Arbeit für viele. Erst 1944 entstand die unabhängige Republik. Heute ist die Tourismusbranche die wichtigste Einnahmequelle, gefolgt von der Fischerei. Als wir uns um 10:00 Uhr auf eine geführte Stadtrundfahrt machen, ist es noch dunkel. Die Sonne kommt erst gegen 11:00 Uhr. Wir besuchen Skulpturen des Künstlers Asmundur Sveinsson, das Stadthaus, den katholischen Dom und die lutheranis...